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KMU und Coronavirus

Die jetzige Situation trifft uns auf vielfältige Weise. An erster Stelle steht unsere Gesundheit auf dem Spiel. Für einen grossen Teil von uns dürfte eine Infektion mit dem Coronavirus zwar relativ harmlos verlaufen. Aber für einige bedeutet es ein echtes gesundheitliches Risiko. Es kann sogar tödlich enden. Dies löst verständlicherweise Ängste und Unsicherheit aus. Andererseits steht unsere Wirtschaft vor einer riesigen Herausforderung. Ein Shutdown wäre wohl für viele unter uns existenzbedrohend. So oder so wird der Schaden für alle spürbar sein. Hier sind wir auf die Unterstützung des Staates, aber auch von den Banken angewiesen. Diese können sich nun erkenntlich dafür zeigen, dass der Staat – und somit wir alle – sie damals in der Finanzkrise gerettet haben. Eine nicht nur moralische Pflicht, wie ich meine.

Minimere Transportrisiken  – Kaufe in der Schweiz ein

Auch die meisten unsere Mitbewerber aus dem Ausland haben sich auf die aktuelle Situation eingestellt und produzieren weiterhin. Von einigen haben wir die Meldung erhalten, dass mit Lieferverzögerungen gerechnet werden muss. Ein weiteres Risiko ist der Transportweg. Die Grenzen sind teilweise geschlossen. Der Warenverkehr und die Verzollung von nicht lebensnotwendigen Gütern haben keine Priorität. Für Händler in der Schweiz ein schwierig zu kalkulierendes Risiko. Hier zeigen sich nun die Schwachpunkte einer global vernetzten Wirtschaft. Die Lösung: Kaufen Sie lokal ein. Der überwiegend grosse Teil der Betriebe in der Schweiz hat sich gut organisiert und ist in der Lage, weiterhin termingerecht zu produzieren und zu liefern.

Lass Dich nicht lähmen  – jetzt erst recht!

Angst lähmt. Dies ist eine menschliche Reaktion. Für die Wirtschaft ist sie allerdings verheerend! Aufträge nun zurückzuhalten und alles auf ein Minimum herunter zu fahren, kann zu einem Boomerang werden, der einen nicht wiedergutzumachenden Schaden hinterlässt. Wer schlau ist, handelt besonnen und denkt auch jetzt umsichtig und weiter. Investiere in die Sicherheit in Deiner Firma. Erstelle einen Pandemieplan, schütze Deine Mitarbeitenden und versuche, Dein Business so gut wie möglich, oder jetzt erst recht, aufrecht zu erhalten. Zwei Fliegen auf einen Klatsch. Lies dazu den Abschnitt mit unseren konkreten Massnahmen. Die momentane Situation ist auch ein Entwicklungsbooster. Firmen treiben die Digitalisierung voran, Homeoffice wird allerorts etabliert und agile Zusammenarbeitsformen erleben einen Höhenflug.

Die Chance in der Krise sehen

Die jetzige Situation kann nicht schöngeredet werden. Ich will sie auch auf keinen Fall verharmlosen. Es ist ernst. Und es kann tödlich sein. Dennoch liegen in jeder Krise auch Chancen. Auf der menschlichen Ebene erkennen nun viele wieder die Notwendigkeit einer solidarischen Gesellschaft. Der konsumorientierte und von Unterhaltung und Ablenkung getriebene Egoismus hat uns in den letzten Jahrzehnten oft meilenweit von den wirklich wichtigen Dingen im Leben entfernt. Erst jetzt in der Krise erkennen viele von uns wieder, auf was es wirklich ankommt: Solidarität, Menschlichkeit, Gesundheit und sozialer Zusammenhalt.

Aber auch aus wirtschaftlicher Sicht erkennen wir durch den Lock down, wo Bedarf für eine Transformation liegt. Die globalen Wertschöpfungsketten sind mit Risiken behaftet. Einerseits für die Gesundheit im Falle einer Pandemie, sie gehen aber auch mit ökologischen und sozialen Risiken einher. Es wäre wünschenswert, wenn sich auch auf globaler Ebene ein Umdenken zeigen würde und eine Transformation eingeleitet wird. Wir erkennen nun wirklich ganz konkret, wie abhängig wir von den grossen Wirtschaftsmächten sind. Lernen wir etwas daraus und investieren wir in die eigenen Standorte, in Innovation und Entwicklung. Auch im Kleinen können wir nun erkennen, wie wichtig gute Zusammenarbeit und agiles Handeln ist.

Kreative Ideen sind gefragt!

Wie soll man die Geschäfte am Laufen halten, wenn überall die Aufräge ausbleiben? Natürlich ist das nicht einfach und wir alle müssen uns wohl darauf vorbereiten, mit Umsatzeinbussen klar zu kommen. Trotzdem bieten sich auch in diesen Zeiten Möglichkeiten. Frage Dich, ob Du nicht einen Artikel im Sortiment hast, oder Du einen designen kannst, der genau die Bedürfnisse abdeckt, die jetzt gefragt sind. Bei uns zeigt sich gerade im Moment, dass einige Aufträge für Events produziert wurden, die verschoben wurden. Nicht selten wurden diese um ein ganzes Jahr verschoben. Und natürlich prangt in dem Druckmotiv ein „2020“, dass den Einsatz im nächsten Jahr verunmöglichen würde. Aber genau hier, können wir massgeschneiderte Lösungen anbieten. Im Transferdruckverfahren, mit aufbügelbaren gewobenen Labels oder mit Aufnähern können solche Stellen überdruckt und so der Auftrag gerettet werden. Natürlich ist das nicht in jedem Fall problemlos möglich. Hier kommt Dir aber wieder die Nähe eines Schweizer Produzenten zu Gute! Wir beraten Dich natürlich sehr gerne und klären gemeinsam mit Dir, wie hier eine gute Lösung gefunden werden kann. Sende uns eine Mail an info@permarend.com oder rufe uns auf 061 985 80 00 an. Wir helfen gerne weiter.

Konkrete Schutzmassnahmen

Damit wir unseren Betrieb, die Produktion, die Büros und die Dienstleistungsabteilungen aufrechterhalten und dabei gleichzeitig unsere Mitarbeitenden maximal schützen können, haben wir folgende Massnahmen ergriffen:

  • Zutritt für Aussenstehende verboten: Nur Mitarbeitende haben jetzt noch Zutritt zu unserem Betrieb. Wir bitten Dich, von Besuchen bei uns abzusehen. Wir müssten Dich leider höflich, aber bestimmt bitten, wieder umzukehren. Kontaktiere uns bitte per Telefon oder E-Mail.
  • Warenan- und Ablieferung ohne menschlichen Kontakt: Für den Warenumschlag haben wir eine Schleuse eingerichetet. Hier wird die Ware deponiert und entweder von uns oder von Logistik-Dienstleistern abgeholt, ohne dass ein Kontakt stattfindet. Allenfalls wird, mit dem notwendigen Abstand eine Lieferung per elektronischer Unterschrift quittiert. Danach gilt: Hände gründlich waschen und desinfizieren.
  • Mitarbeitende im Verkauf und in der Administration arbeiten wann immer möglich im Homeoffice. Ein oder zwei Mitarbeitende sind vor Ort, halten aber jederzeit den gebotenen Abstand ein.
  • Arbeitsplätze in der Produktion wurden so umgestaltet, dass der Mindestabstand von zwei Metern jederzeit eingehalten wird.
  • Mitarbeitende, die mit den ÖV unterwegs sind, arbeiten mit flexiblen Arbeitszeiten, damit diese den Stossverkehr umgehen können.
  • In der Produktion wird ebenfalls gestaffelt gearbeitet, um den nötigen Abstand garantieren können.
  • Unsere Mitarbeiter haben jederzeit Zugang zu Schutzhandschuhen und Desinfektionsmitteln, um die Hygienestandards einhalten zu können.
  • Unsere Mitarbeitenden werden laufend über die aktuellen News und Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Pandemie informiert und entsprechend geschult.

So bleiben wir hoffentlich vom Virus verschont, damit wir weiterhin termingerecht für Dich produzieren können.

Wir wünschen Dir, Deinen Kollegen, Freunden und Familien, dass das auch bei Dir so bleibt. Schützt Euch selbst und damit auch die Nächsten, insbesondere diejenigen, die zu einer Risikogruppe gehören.

Herzlich

Stefan Meyer

 

 

 

Zum Autor:

Stefan Meyer ist Co-Geschäftsführer und gemeinsam mit Cécile Alarcon Inhaber der Permatrend AG. Er ist verantwortlich für das Ressort Strategie. Nach einer Ausbildung zum Detailhandelsfachmann im Bereich Herrenkonfektion und einigen Jahren Berufserfahrung stiess er 1994 zum Team. Nach diversen Weiterbildungen und Aufgaben in der Firma übernahm er im Januar 2018, gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin, die Firma Permatrend AG im Rahmen eines Management Buyouts.

 

 

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