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Pflegetipps bestickte und bedruckte Textilien

Mit diesen 5 Tipps bleiben bestickte oder bedruckte Textilien länger schön

Bestickte oder bedruckte Textilien sind heute in jedem Kleiderschrank zu finden. Seien es Arbeitsbekleidung, Sporttextilien vom eigenen Sportverein, Corporate Fashion oder Freizeitbekleidung. Alle diese Textilien haben etwas gemeinsam. Sie bleiben länger schön, wenn man sie richtig pflegt. Was Sie dazu beachten sollten, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

1. Das Wichtigste zuerst: Die richtige Waschmitteldosierung

Waschmittel haben sich in den letzten Jahren verändert. Aktivere Substanzen, besserer Wirkungsgrad auch bei niedrigen Waschtemperaturen und neue Dosierungsformen verändern auch den Gebrauch der Waschmittel. Aber noch immer ist es am Schluss eine Waschlauge, die unsere Kleider in der Waschmaschine reinigt. Wer in der Schule in Chemie etwas aufgepasst hat, erinnert sich sicher daran, dass starke Laugen aggressiv wirken und sogar ätzend sein können. Deshalb ist die richtige Dosierung der Waschmittel der wichtigste Faktor, wenn es um die Lebensdauer ihrer bestickten und bedruckten Textilien geht. Vermeiden Sie unbedingt die Überdosierung des Waschmittels bei der Wäsche ihrer bestickten und bedruckten Textilien. Steigt der Wert der Waschlauge auf mindestens 11 PH wird die Lauge aggressiv und greift sowohl die Fasern selbst, die Farbe der Textilien und die Druckfarben an. Die korrekte Dosierung entnehmen Sie der Anleitung auf der Waschmittelverpackung. Dabei sollten Sie auch den Härtegrad ihres Wassers kennen. Diesen erfahren Sie hier oder auf der Webseite ihrer Wohngemeinde.

2. Waschen Sie bestickte und bedruckte Textilien mit der Innenseite nach aussen gewendet

Beim Waschvorgang werden die Textilien in der Wäschetrommel, je nach Waschprogramm, mehr oder weniger stark bewegt. Reissverschlüsse, Klett, Knöpfe oder harte Gewebe sorgen dabei für eine mechanische Belastung, die sich mit leicht aufgerauten Oberflächen oder mechanisch angegriffenen Textildrucken zeigen können. Die aufgeraute Oberfläche lässt auch die Textilfarbe stumpfer erscheinen. Hier hilft ein einfacher Trick: Schliessen Sie all Reisverschlüsse der zu waschenden Textilien und wenden Sie bestickte und bedruckte Textilien, so dass die Innenseite nach aussen gedreht ist. So werden Textildrucke und Stoffe geschont und mechanisch weniger belastet. Laden Sie nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig in die Wäschetrommel. Bei Überladung wird die Wäsche nicht ganz so gut gereinigt. Bei zu kleiner Ladung wird die mechanische Belastung der Wäsche erhöht, weil diese in der Trommel mehr herumgeschlagen wird.

3. Verzichten Sie auf Weichspüler

Weichspüler sind Emulsionen aus Fett und Wasser, die mit Parfum angereichert sind. Sie verhindern das komplette Austrocknen der Wäsche, lassen die Fasern aufquellen und machen sie so weicher. Diese chemischen Zusätze sind für bestickte oder bedruckte Textilien nicht förderlich und bieten einen guten Nährboden für Bakterien. Ausserdem verstopft Weichspüler die Poren ihrer funktionellen Sport- und Outdoortextilien und schränkt so die Atmungsaktivität ein. Um Farben aufzufrischen und die Wäsche weicher zu machen, können Sie dem letzten Spülgang einfach ein wenig Essig beigeben. Dies löst den restlichen Kalk vom Waschwasser aus dem Gewebe und macht die Fasern so etwas glatter. Damit werden so ganz nebenbei auch die Farben der Wäsche wieder aufgefrischt.

4. Behandeln Sie stark verschmutze Wäsche punktuell vor

Bei stark verschmutzter Wäsche empfiehlt sich eine punktuelle Vorbehandlung der einzelnen verschmutzen Flächen. Die Flecken können mit einem Spray oder in Wasser aufgelöstem Waschpulver behandelt werden. Lassen Sie die Vorbehandlung mindestens 10 Minuten einwirken, bevor Sie den Waschgang starten. Warten Sie aber nicht zu lange. Die vorbehandelte Stelle sollte auf keinen Fall eintrocknen. Danach waschen Sie die Wäsche normal. Bei sehr starker Verschmutzung empfiehlt es sich einen Vorwaschgang einzulegen. Erhöhen Sie aber nicht die Waschmitteldosierung, da sonst der PH Wert der Waschlauge zu hoch wird

5. Bestickte und bedruckte Textilien mögen keinen Tumbler

Natürlich ist der Tumbler eine tolle Erfindung und in manchen Haushalten ist eine Lufttrocknung der Wäsche aus Platzgründen nur schlecht möglich. Bedenken Sie aber, dass die maschinelle Wäschetrocknung eine massive mechanische Belastung ihrer Kleidung darstellt. Die Überreste im Flusensieb zeigen deutlich, wie viele Fasern ihre Textilien bei jedem Trocknungsvorgang verlieren. Dass dies die Alterung ihrer Bekleidung beschleunigt, leuchtet ein. Falls Sie keine andere Möglichkeit haben, achten Sie beim Trocknen darauf, eine schonende Variante mit niedriger Temperatur zu wählen.

Mit dem Beachten dieser Tipps können Sie die Lebensdauer von bestickten oder bedruckten Textilien massgeblich verlängern und haben so länger Freude an ihren bestickten und bedruckten Textilien. Der leichte Mehraufwand ist es allemal wert!

Viel Erfolg beim Waschen und lange viel Spass mit Ihrer Lieblingsbekleidung!

 

 

Zum Autor:

Stefan Meyer ist Co-Geschäftsführer und gemeinsam mit Cécile Alarcon Inhaber der Permatrend AG. Er ist verantwortlich für die Produktionsleitung, Produktentwicklung, IT & EDV sowie für das digitale Marketing. Nach einer Ausbildung zum Detailhandelsfachmann im Bereich Herrenkonfektion und einigen Jahren Berufserfahrung stiess er 1994 zum Team. Nach diversen Weiterbildungen und Aufgaben in der Firma übernahm er im Januar 2018, gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin, die Firma Permatrend AG im Rahmen eines Management Buyouts.

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