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Digitales Marketing für KMU im Bereich Textildruck und Stickerei

Digitales Marketing für KMU

Viele KMU Unternehmerinnen und Mitarbeitende im Bereich Marketing in KMU’s unserer Branche machen derzeit eine ähnliche Erfahrung: Die klassischen Marketingmethoden funktionieren nicht mehr. Die Rücklaufraten von Direct Mailings sind stark rückläufig und andere Methoden wie Print Werbung oder Sponsoring sind schlecht bis gar nicht messbar.

Aus klassischer Werbung wird digitales Marketing

Beobachten Sie Ihr eigenes Verhalten. Wie gehen Sie mit unverlangter Werbung um? Bei mir wandern Couverts, die nach Werbung aussehen, meist ungeöffnet in den Papierkorb. E-Mail Newsletter werden oft auch nicht gelesen. Selbst die bis jetzt stark eingesetzten Werbebanner verlieren schnell an Bedeutung. Studien zeigen, dass unser Gehirn beim Konsum von Webseiten und Onlineinhalten die Werbung einfach ausblendet. Die Lösung liegt im Content Marketing.

Aufmerksamkeit und Mehrwert

Wenn Sie Ihre bestehenden und potentiellen Kunden erreichen wollen, müssen Sie ihnen etwas bieten, das ihre Aufmerksamkeit erregt und ihnen gleichzeitig einen Mehrwert bietet. Es geht nicht mehr nur darum, ihren Kunden Produkte zu zeigen, um sie so zum Kauf zu animieren. Es geht vielmehr darum, dass Ihre Kunden an Sie denken und Sie im Internet finden, wenn diese ein Produkt kaufen wollen, dass Sie anbieten. Das Angebot im Internet für Dienstleistungen und Produkte ist unermesslich gross geworden. Als KMU ist es da schwierig, das nötige Budget einsetzen zu können, um sich aus dieser Masse hervorzuheben.

Vom Suchen und Finden

Was machen Sie selbst als erstes, wenn Sie ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung kaufen oder in Anspruch nehmen wollen? Entweder wissen Sie schon, wer Ihnen das Gesuchte bietet und haben eine feste Bezugsquelle dafür. Oder? Richtig! Sie suchen im Internet danach. Dabei werden von den meisten Usern organische Resultate den Werbeeinträgen vorgezogen. Genau darum geht es beim digitalen Marketing: Gefunden zu werden, dann wenn ein potentieller Käufer ein Produkt oder eine Dienstleistung sucht, die Sie anbieten. Dazu müssen Sie in den richtigen Kanälen mit dem richtigen Inhalt präsent sein.

Zielgruppen und Inhalte

Bevor Sie loslegen, sollten Sie ein Konzept erstellen. Wen wollen Sie mit welchen Inhalten auf welchen Kanälen erreichen und was möchten Sie dabei auslösen? Welche Kanäle möchten Sie nutzen? Als Grundplattform dient dafür Ihre Webseite. Diese sollte heute zwingend nicht nur für Desktopbildschirme, sondern zwingend auch für die Anzeige auf Handys und Tabletts optimiert sein. Richten Sie einen Blog ein, auf dem Sie Aktualitäten und Beiträge mit interessanten Informationen rund um ihre Branche anreichern können. Achten Sie dabei immer darauf, alle Beiträge mit relevanten Suchbegriffen (Keywords) und entsprechenden Metainformationen (Description usw.) auszustatten.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Ein grosser Vorteil des digitalen Marketings ist die Messbarkeit der Wirksamkeit Ihrer Massnahmen. Überlegen Sie genau, was Sie erreichen möchten (Engagement, Klicks, Likes, Verbreiterung ihrer Reichweite usw) und messen Sie nach der Publikation, ob Sie ihre Ziele erreicht haben. Mit A/B-Tests, können Sie den gleichen Inhalt unterschiedlich aufbereiten und an jeweils eine Hälfte ihrer Zielgruppe ausliefern. So erfahren Sie, auf welche Art Sie ihre Zielgruppen am besten erreichen.

Kanäle und Plattformen

Nutzen Sie dabei alle Kanäle, die sich ihnen bieten. Aber tun Sie dies mit einem klaren Konzept. Dabei hilft es, sich selbst zu beobachten und herauszufinden, welche Art von Informationen Sie wo konsumieren. Nach dem Einrichten der Kanäle geht es darum, sich mittels Community Management  eine geeignete Leserschaft (Community) aufzubauen und zu pflegen. Dafür gibt es viele Tipps und Hilfsmittel, die Ihnen helfen, relevante Nutzer zu finden und anzusprechen. Je nachdem, wen Sie ansprechen möchten, bieten sich etliche Plattformen an.

Beispiele für Plattformen und Sociale Medien

– Die wichtigste Plattform ist Ihre eigene Webseite. Achten Sie darauf, dass diese immer aktuell und mit den für Sie relevanten Suchbegriffen ausgestattet ist. Wichtig ist auch, dass die Homepage auf allen Geräten wie Desktop PC’s, Handys und Tabletts nutzbar ist.

– Richten Sie einen Blog auf Ihrer Webseite ein. Hier können Sie weiterführende Artikel mit echtem Mehrwert für Ihre Kunden für Interessenten publizieren.  Mit relevanten Suchbegriffen versehen, dient ein Blogbeitrag auch dazu, potentielle Kunden über die Suchresultate in den Suchmaschinen auf Ihre Webseite zu führen.

Linkedin für relevante Businessthemen und zum professionellen Netzwerken

XING ist ebenso für Businessthemen und zum Netzwerken, hauptsächlich im deutschsprachigen Raum, geeignet.

Facebook verbindet Menschen vor allem über Themen, die auch im privaten Bereich interessant sind. Zeigen Sie die Menschen hinter der Firma, geben Sie Anwendungstipps und treten Sie mit Ihren Kunden in Kontakt

Instagram bietet sich für alles an, dass Sie mit schönen Bildern zeigen können. Hier bietet sich Ihnen eine Plattform für Referenzen, Ideen, aber auch für die schönen Dinge des Lebens in und um die Firma an

Pinterest ist eine interaktive, bildbasierende Linksammlung, ähnlich einer Pinnwand und wird von vielen Menschen alternativ oder ergänzend zu Suchmaschinen genutzt

Twitter bietet sich als Informations- und Interaktionskanal an. Hier finden sich viele Marketer und Journalisten. Also genau der richtige Ort, für wichtige Ankündigungen und News.

Selber machen oder outsourcen?

Die meisten Socialmedia Plattformen sind kostenlos. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass gutes digitales Marketing nicht gerade wenig Ressourcen bindet. Falls Sie es selber im Hause behalten wollen, backen Sie lieber kleinere Brötchen, dafür aber richtig tolle! Also wählen Sie möglichst nur die Kanäle aus, die Ihnen dienen. Diese sollten dafür aber aktiv gepflegt werden. Wenn Sie die personellen Ressourcen zur Verfügung stellen können, lohnt es sich, die Mitarbeitenden entsprechend auszubilden. Hierzu gibt es attraktive Angebote. Angefangen beim Kurs in der Migros Klubschule, bis hin zu Ausbildungen mit CAS (Certificate of Advanced Studies) zum Beispiel bei der FHNW sind heute viele gute Kurse zu finden. Es gibt auch viele Agenturen und Anbieter, die sich professionell um Ihr digitales Marketing kümmern.

Das Wichtigste ist aber bei allen diesen Themen: Blicken Sie nach vorne und bleiben Sie nicht stehen. Genauso wie sich das Verhalten der Kunden im Internet und beim Einkaufen verändert, sollten auch Sie sich mitverändern, damit Sie weiterhin Ihre Kunden erreichen und von Ihnen gefunden werden können.

 

 

Stefan Meyer Permatrend AG

Zum Autor:

Stefan Meyer ist Mitglied der Geschäftsleitung von Permatrend AG und dort verantwortlich für die Produktionsleitung, IT & EDV sowie für das digitale Marketing. Nach einer Ausbildung zum Detailhandelsfachmann im Bereich Herrenkonfektion und einigen Jahren Berufserfahrung stiess er 1994 zum Team der Permatrend.

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