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Webstuhl im Museum.BL Foto: Georgios Kefalas / museum.bl.ch

Vom Posamenten bis zum Pro Label –
Eine Zeitreise durch die Textilveredelung

Bereits im 16. Jahrhundert ratterten im Baselbiet die ersten Webmaschinen und kündigten schon damals ein neues Zeitalter an. Noch bevor die Industrialisierung begann, signalisierte das Erscheinen von Webstühlen in den unzähligen Bauern- und Wohnhäusern im Baselbiet eine Veränderung bei der Herstellung von Waren an. Es fand so etwas wie eine Vorindustrialisierung statt, die Ihre Spuren bis heute in der Region hinterlassen hat. Typisch sind die Häuser im Baselbiet und in Teilen des Fricktals, bei denen das Dach leicht abgeknickt und der Dachvorsprung verkürzt wurde, so dass mehr Licht durch die Fenster der obersten Geschosse drang und mehr Platz für die Webstühle geschaffen werden konnte. So wurden im Baselbiet fast dreihundert Jahre lang Seide in allen Farben zu sogenannten «Sydebändel» verarbeitet und durch die feinen Herren in der Stadt in alle Welt verkauft. Unzählige Geschichten ranken sich um die Botenwagen und ihre Führer, deren Aufgabe es war, die Seidenbändel vom Land in die Stadt und auf dem Rückweg den Lohn für die Weberinnen und Weber zu transportieren. Nicht selten ein lebensgefährliches Unterfangen.

Von der Heimarbeit zur Industrie

Im neunzehnten Jahrhundert verlagerte sich das Weben der Bänder immer mehr aus den Heimarbeitsstätten in neu errichtete Fabriken, in denen die Webstühle durch Wasserkraft oder mit Dampf betrieben wurden. Neu kamen auch Jacquardautomaten dazu, mit deren Hilfe man mittels Lochkarten auch komplexe Muster in die Bänder weben konnte. Die Untere Fabrik in Sissach, das vorgängige Domizil der Firma Permatrend, ist ein noch sichtbares Zeugnis aus dieser Zeit. Einen Posamenter-Webstuhl gibt es noch heute in einigen Museen, wie zum Beispiel im Heimatmuseum Sissach zu bestaunen.

Technische Entwicklung und Verlagerung der Produktion

Die Webstühle wurden laufend weiterentwickelt und noch heute stammen viele dieser Hightechmaschinen, die mittlerweile meist in China und anderen asiatischen Staaten im Einsatz stehen, aus der Schweiz. Ein Teil davon aus der 1887 entstandenen Fabrik Jakob Müller AG in Frick, der auch die Webmaschinen für unseren Fabrikanten herstellte. In der Schweiz wird kaum mehr industriell gewoben und im Baselbiet lebt die Posamenterei fast nur noch in unzähligen Geschichten, Liedern und Erinnerungen, die in manch einem Heimatmuseum zu finden sind. Die Produktion dieser Artikel wurde weitgehend nach Fernost verlagert. Meist wird heute auch nicht mehr nur in Seide, sondern in Polyester oder anderen synthetischen Fasern gewoben.

Das Museum.BL bietet hierzu eine interessante Ausstellung mit dem Namen „Seidenband. Kapital, Kunst & Krise“. Ein Besuch lohnt sich!

Das Pro Label – Ein Produkt mit Wurzeln in der Baselbieter Geschichte

Auch die heute von Permatrend angebotenen Pro Label entstanden aus der Tradition des Posamenten. Die Logos werden als Bänder gewoben, mit einem Heisskleber laminiert und anschliessend mit einem Laser konturgenau ausgeschnitten und an den Rändern versiegelt. Anschliessend können Sie mit einer Transferpresse aufgebügelt oder aufgenäht werden. Zusammen mit Technikern von Jakob Müller und unserem Produzenten haben wir die bereits im Markt erhältlichen gewobenen Etiketten optimiert. Ein speziell entwickeltes Webprogramm erlaubt es nun auch, helle Bildelemente so blickdicht zu weben, dass die anderen Farben im Motiv nicht durchscheinen. So wirken die gewobenen Logos in brillanten Farben und sind perfekt umgesetzt. Hergestellt werden die Pro Labels heute unter Aufsicht unserer Agentin in China. Ab 50 Stück in 4 – 5 Wochen geliefert, bereichern Sie unser abwechslungsreiches Sortiment an Textilveredlungsprodukten.

Und so schliesst sich der Kreis, wenn wir heute im Baselbiet unsere Pro Labels verkaufen, deren Ursprung einst die Seidenbändel waren, die den ersten industriellen Aufschwung im Kanton brachten. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal ein Pro Label sehen oder einsetzen: In diesem Kleinod, mit Wurzeln im Baselbiet, stecken über 300 Jahre Geschichte und Entwicklung.

 

 

Zum Autor:

Stefan Meyer ist Mitglied der Geschäftsleitung von Permatrend AG und dort verantwortlich für die Produktionsleitung, IT & EDV sowie für das digitale Marketing. Nach einer Ausbildung zum Detailhandelsfachmann im Bereich Herrenkonfektion und einigen Jahren Berufserfahrung stiess er 1994 zum Team der Permatrend.

 
Symbolbild zum Blogbeitrag: Stickerei oder Textildruck?

Stickerei oder Textildruck?

Eine Stickerei sieht edel aus und wirkt hochwertig. Viele Kunden wünschen sich deshalb, dass ihr Logo direkt ins Textil eingestickt wird. Doch das ist nicht immer möglich. Oft ist ein Textildruck nicht nur die bessere sondern auch die schönere Lösung. Sind Sie deshalb ab und zu unsicher, welche Methode am besten geeignet ist? Wir zeigen Ihnen hier, worauf Sie achten müssen.

Auf die Textilien kommt es an

Grundsätzlich sind fast alle Stoffe bestickbar. Doch auf einigen Materialien bilden sich nach dem Waschen kleine unschöne Fältchen um das gestickte Logo. Dies geschieht meist dann, wenn Sie zu feine Materialien ausgewählt haben. Der Effekt tritt auch ein, wenn auf leichten Baumwollstoffen gestickt wird. Diese können beim Waschen einlaufen, während das mit Polyestergarnen gestickte Logo keinen Schrumpfeffekt zeigt. Die Spannung des Stickfadens ist ein zweiter Grund. Damit die Stickerei schön satt und gleichmässig wirkt, braucht es eine bestimmte Fadenspannung. Sehr feine Materialien oder Stoffe mit einer geringen Schiebefestigkeit werden dann durch das Stickmotiv leicht zusammengezogen. Grundsätzlich gilt: zu feine oder leichte Stoffe sollten nicht oder wenn, dann nur mit sehr kleinen und feinen Logos bestickt werden. Unangenehm können Stickereien auf Textilien werden, die direkt auf der Haut getragen werden. Die Innenseitigen Knötchen und unterlegte Vliese können einen störenden Kratzeffekt auslösen.

Achten Sie auf Stickpositionen

Um Textilien besticken zu können, müssen diese mittels eines Rahmens in der Stickmaschine fixiert werden. Dabei bilden Reissverschlüsse, Taschen und schwer zugängliche Positionen ein Hindernis. Achten Sie immer darauf, dass die gewählte Stickposition gut zugänglich ist und keine Taschen darunter zu liegen kommen. In einigen Fällen können Taschen ab- oder Nähte aufgetrennt werden. Dies verteuert aber die Stickerei oft massgeblich.

Das richtige Logo? Logo!

Nicht alle Motive sind für eine Umsetzung als Stickerei geeignet. Zu feine Elemente können nicht mehr schön und Farbverläufe gar nicht realisiert werden. Hier kommt es aber auch auf den Untergrund an. Auf sehr dichten und glatten Oberflächen, wie zum Beispiel auf Softshelljacken, ist die Detailtreue höher als auf stärker strukturierten Geweben wie Piqué- oder Fleecematerialien. Logos und Schriften eignen sich besser als gezeichnete und bildhafte Motive. Bei Unsicherheiten lassen Sie sich am besten von Ihrem Sticker beraten und ein Anstickmuster herstellen.

Drucken statt Sticken

Ist Ihr Logo oder das Material nicht zum Sticken geeignet, ist der Textildruck die richtige Wahl. Hier bieten sich unzählige Möglichkeiten und auch Taschen und anspruchsvollere Positionen sind weniger problematisch. Als originelle Lösung bietet sich manchmal auch ein Sticklook Transfer an. Dieses sieht aus wie eine Stickerei, ist aber ein waschechter Textildruck.

Lassen Sie sich beraten

Nicht immer ist eindeutig klar, ob eine Stickerei oder ein Textildruck besser geeignet ist. Deshalb beraten wir Sie gerne. Senden Sie uns Ihr Wunschlogo, die gewünschte Grösse und Angaben zum Material, dass Sie gerne veredeln würden. Gerne zeigen wir Ihnen auf, welches Verfahren Ihr Logo am besten zur Geltung bringt.

 

 

Zum Autor:

Stefan Meyer ist Mitglied der Geschäftsleitung von Permatrend AG und dort verantwortlich für die Produktionsleitung, IT & EDV sowie für das digitale Marketing. Nach einer Ausbildung zum Detailhandelsfachmann im Bereich Herrenkonfektion und einigen Jahren Berufserfahrung stiess er 1994 zum Team der Permatrend.

 
Richtig angezogen für den Sommer

Richtig angezogen für den Sommer

Der Sommer ist da und die Temperaturen steigen wieder. Nicht selten auch bei uns über 30 Grad. Das ist in der Regel kein Problem, wenn man genügend trinkt, genügend Sonnencreme aufgetragen hat und in der Badehose neben dem Pool liegt. Im Beruf und beim Sport kommt es aber darauf an, dass man richtig angezogen ist. Nicht selten müssen aber vor allem am Arbeitsplatz auch gewisse Vorschriften eingehalten werden.

Richtig angezogen für den Sommer ist man mit den folgenden Tipps:

Helle Kleidung

Ziehen Sie Textilien mit hellen Farben an. Diese reflektieren das Sonnenlicht und erzeugen so weniger Wärme am Körper. Dunkle Farben wirken wie ein Sonnenkollektor. Sie „schlucken“ das Sonnenlicht und wandeln es in Wärme um.

Naturfasern statt Synthetik

Tragen Sie möglichst Kleidung aus natürlichen Materialien. Baumwolle, Leinen oder Seide haben eine klimatisierende Wirkung und sind luftdurchlässig. So kann die Haut leichter atmen und wird leicht gekühlt. Beim Sport gilt das Gegenteil: Tragen Sie schnell trocknende Sporttextilien. Mit Bezeichnungen wie „Coolmax“ und ähnlichen Begriffen werden Fasern bezeichnet, die Feuchtigkeit schnell vom Körper wegtransportieren und verdunsten. Dieser Effekt wirkt zusätzlich kühlend und hilft, vor Überhitzung zu schützen.

Über kurz oder lang

Oft neigt man dazu, im Sommer möglichst kurze Kleider anzuziehen. Das ist aber nicht unbedingt von Vorteil. Lange Kleidung schützt besser vor der Sonneneinstrahlung, sorgt also für Schatten auf der Haut und wirkt ebenfalls als leichter Schutz vor Sonnenbrand. In vielen Büros sind kurze Hosen und kurzärmlige Hemden verboten oder nicht gerne gesehen. Kurzarmhemden gelten ebenfalls nicht als Businesslike und gehören in den Freizeitbereich. Hier gilt es, die richtigen Farben und Materialien zu wählen, damit man auch im Büro keinen Hitzestau erleiden muss.

Luftig, leicht und nicht zu eng

Wählen Sie leichte und luftige Kleidungsstücke, die möglichst nicht am Körper anliegen. Enge Kleidung klebt unangenehm, wenn man ins Schwitzen kommt. Luftige und eher weit geschnittene Kleidung sorgt für viel Luft auf der Haut. Das hilft kühlen und ist wesentlich angenehmer. Verzichten Sie auch, wenn möglich, auf Gürtel und Krawatten. Da wo Krawatte Pflicht ist, lockern Sie diese etwas und öffnen Sie den obersten Knopf des Hemdes unsichtbar unter dem Krawattenknopf.

Sport ist Mord?

Wer in grosser Hitze und bei direkter Sonneneinstrahlung Sport treibt, sollte besonders auf die richtige Bekleidung achten. Eine Kopfbedeckung hilft, übrigens nicht nur beim Sport, Kopfschmerzen vorzubeugen und das Aufheizen des Körpers generell etwas abzubremsen. Auch hier sind helle Textilien angesagt, die möglichst wenig aufheizen sollen. Wie oben schon angetönt, ist es wichtig schnell trocknende Textilien zu tragen. Das Verdunsten der Feuchtigkeit sorgt zusätzlich für Kühlung. Achten Sie auch darauf, möglichst keine grossflächig bedruckte Sportkleidung zu tragen. Textildrucke sind in der Regel nicht atmungsaktiv. Eine löbliche Ausnahme bildet hier der Sublimationsdruck, der mehrfarbig auf weissen Synthetikgeweben oder in schwarz auch auf anderen Farben aufgebracht werden kann. Seine spezielle Beschaffenheit macht ihn atmungsaktiv und sorgt ebefalls dafür, dass kein Hitzestau entsteht.

Die richtigen Schuhe

Möglichst offene und leichte Schuhe sorgen auch an den Füssen für eine gute Belüftung. Achten Sie auch hier darauf, Schuhe aus natürlichen Materialien zu tragen, um das Schwitzen an den Füssen nicht zusätzlich zu erhöhen. Gepflegte Füsse und Fussnägel sind bei offenen Schuhen Pflicht. Lassen Sie die Schuhe nach dem Tragen gut an der frischen Luft trocknen und auslüften.

Richtig angezogen für den Sommer, wird auch die heisse Jahreszeit zum Genuss!

 

 

Zum Autor:

Stefan Meyer ist Mitglied der Geschäftsleitung von Permatrend AG und dort verantwortlich für die Produktionsleitung, IT & EDV sowie für das digitale Marketing. Nach einer Ausbildung zum Detailhandelsfachmann im Bereich Herrenkonfektion und einigen Jahren Berufserfahrung stiess er 1994 zum Team der Permatrend.

 
 
 
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